Aktuelles

Soziokultur vernetzt im Quartier

UTOPOLIS-Jahreskonferenz

Kooperation und Vernetzung im Stadtteil

Kooperationen und Vernetzung sind in aller Munde, sie werden gefördert und gefordert – auch in der Soziokultur. In Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Institutionen können Angebote und Kompetenzen erweitert, Ressourcen und Potenziale miteinander verbunden werden. Die Erwartungen sind oft hoch, die Ergebnisse jedoch nicht immer befriedigend. Was bedeuten Kooperation und Vernetzung im Stadtteil? Wie baue ich Netzwerke auf? Worauf gilt es zu achten, welche Voraussetzungen sind nötig, welche Faktoren fördern oder behindern die Prozesse?
Die Fachkonferenz bietet die Möglichkeit, Verbindungen zu schaffen und voneinander zu lernen. Beispiele zeigen auf, wie Soziokultur, Wissenschaft, Kommune und Wirtschaft innovative Netzwerke aufbauen und neue Wege der Kooperation eingehen, die für alle Beteiligten und für die Arbeit im Quartier eine Bereicherung darstellen.

Veranstalterin:
Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V.
Ort:
Internationales Kulturcentrum ufaFabrik e.V. | Viktoriastr. 10–18 | 12105 Berlin-Tempelhof
Kostenbeitrag:
Dank der Förderung „UTOPOLIS – Soziokultur im Quartier“ durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien ist die Teilnahme an der Konferenz kostenfrei. Eine Teilnahme ist ausschließlich mit Anmeldung möglich.
Anmeldung: https://utopolis.online/conference/utopolis-2019/

Anmeldeschluss:
16. September 2019
Kontakt:
Michaela Birk, Konferenzorganisation | T 0178 . 312 3795 | E-Mail: konferenz@soziokultur.de

PROGRAMM

Dienstag, 24. September 2019
10:00 Café Welcome: Ankommen und Check-In
11:00 Begrüßung und Einführung
CORINNE EICHNER, Vorstandsmitglied der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. und Mitglied
im Fachbeirat UTOPOLIS
ADRIENNE BRAUN, Tagungsmoderation
11:15 Keynote: Kooperationen verschiedenster Akteure/Institutionen im Stadtteil
APOSTOLOS TSALASTRAS, Erster Beigeordneter, Stadtkämmerer und Kulturdezernent der Stadt Oberhausen
11:30 Diskussion: Welche Perspektiven haben Kooperationen mit unterschiedlichen Bereichen?
ANNE WIEDERHOLD-DARYANAVARD, Künstlerische Leitung, Brunnenpassage Wien
BETTINA HEINRICH, Professorin an der Ev. Hochschule Ludwigsburg
DANIELA KOSS, Stiftung Niedersachsen
ANDRÉ KOCH-ENGELMANN, UPJ Netzwerk
13:00 Mittagessen
13:45 Nach-Tisch-Gespräche
Von Stadtteilerkundung zu künstlerischen Aktionen im öffentlichen Raum: An zwölf Themeninseln stellen
UTOPOLIS-Akteure ausgewählte Schwerpunkte ihrer Arbeit vor.
14:30 Parallele Workshops: Wie kooperiere ich mit wem?
WS 1: Kleine Fische – große Tanker?! Kooperation mit etablierten Kulturinstitutionen
Die Brunnenpassage ist konzeptionell auf Kooperationen mit großen Kulturinstitutionen bei gleichzeitig
starker lokaler Anbindung ausgerichtet. ANNE WIEDERHOLD-DARYANAVARD, Künstlerische
Leitung der Brunnenpassage Wien, benennt konkrete Beispiele, Strategien und Erfahrungen zum Aufund
Ausbau einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit großen Kulturinstitutionen.
WS 2: Künstlerische Blackbox vs. Sozialraum?! Szenarien einer Zusammenarbeit mit
(Sozial-) Wissenschaft
Der Fachbereich Soziale Arbeit der Ev. Hochschule Ludwigsburg hat unter anderem einen Schwerpunkt
Kultur. Es gibt immer wieder Kooperationen und Begleitung kultureller Einrichtungen. BETTINA
HEINRICH, Professorin der Ev. Hochschule Ludwigsburg sowie NINA LENZ und JAN PHILIPP POSSMANN
vom zeitraumexit e.V. geben Beispiele, wie der Spagat zwischen Kunst und Sozialarbeit gelingen
kann und benennen mögliche Szenarien einer guten Zusammenarbeit mit Hochschulen.
WS 3: Geld ist nicht alles?! Die Zusammenarbeit mit Stiftungen
Stiftungen sind nicht nur Mittelgeber: Die Stiftung Niedersachsen fördert als Kulturstiftung des Landes Kultur,
Kunst, Bildung und Wissenschaft, gestaltet aber ebenfalls im Dialog Perspektiven kulturellen Handelns
und ist immer offen für Neues. DANIELA KOSS von der Stiftung Niedersachsen beschreibt, wie auch
jenseits von Förderung eine Kooperation mit Stiftungen möglich und von beiderseitigem Nutzen
sein kann.
WS 4: Keine Angst vorm Kapital?! Die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen
UPJ ist das Netzwerk engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Mittlerorganisationen in Deutschland.
Im Mittelpunkt stehen Projekte, die zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen, indem
sie neue Verbindungen zwischen Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und öffentlichen Verwaltungen
schaffen. ANDRÈ KOCH-ENGELMANN vom UPJ Netzwerk wird erläutern, wie eine gute
Zusammenarbeit gelingen kann und was es dafür braucht.
18:00 Präsentationen aus den Workshops
19:00 Lounge mit Buffet und künstlerischen Beiträgen aus den UTOPOLIS-Standorten
Moderation: KRISTINA RAHE, Projektleitung UTOPOLIS

Mittwoch, 25. September 2019
09:00 Begrüßung
09:15 Impulsvortrag und Diskussion: Digitalisierung und Zivilgesellschaft
HOLGER KRIMMER, Geschäftsführer der ZiviZ gGmbH
10:00 Kaffeepause
10:30 Parallele Workshops: Digitale Vernetzung
WS 1: Hackathon
Ein Hackathon (Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“) ist originär eine Methode zur Entwicklung
von Soft- oder Hardwarelösungen, die mittlerweile als „Pen und Paper“-Version genutzt wird, um gemeinsam
„Hacks“ – einfache Lösungen eines nicht trivialen Problems – zu entwickeln. Eine nicht triviale
Herausforderung stellt häufig das abendliche Zusammenspiel von Kulturzentren und Nachbarschaft
dar. Die Clubcommission Berlin, Verband der Berliner Club-, Party-und Kulturereignisveranstalter e.V.
(unter dem Dach der LiveKomm e.V.) bringt die Frage ein, wie ein harmonisches Miteinander besser
funktionieren kann; JAN KUS vom hack.institute führt am praktischen Beispiel in die Methode ein.
WS 2: Digitale Nachbarschaftsarbeit
Drei Tools, die bei der Vernetzung und gemeinsamen Planung auf verschiedenen Ebenen unterstützen,
werden vorgestellt und sollen neue Impulse geben:
▸ Plattform CoKulturWiki: ein Tool, das auf Commons-Praktiken aufbaut und soziokulturelle Methoden,
Ideen und Erfahrungen als Rezeptsammlung samt Zutaten weitergibt. STEPHAN KROPOP
und SEBASTIAN SCHNELLBÖGL von art, space and the public sphere(s) erklären das Prinzip.
▸ Nebenan.de ist Deutschlands größtes soziales Netzwerk für Nachbarn. Ziel des Netzwerkes ist es,
in der Umgebung des eigenen Wohnsitzes Nachbarn kennenzulernen, Kontakte aufzubauen und zu
vertiefen, sich gegenseitig zu helfen. DANA MILOVANOVIC von nebenan.de zeigt, wie es geht und
was alles möglich ist.
▸ Digitales Büro – Nextcloud: Home-Office, dezentrale Arbeitsgruppen, Arbeiten auf Reisen, Projektpartnerschaften
auf anderen Kontinenten – die Arbeitspraxis vieler zivilgesellschaftlicher Organisationen
wandelt sich und wird flexibler. KERSTEN KNOERZER von entwickeln + gestalten stellt
die nextcloud vor.
WS 3: Mobile Medienarbeit im Stadtteil
Was zeichnet mobile Medienarbeit aus? Worin liegen ihre Chancen und Grenzen – insbesondere im
Hinblick auf niedrigschwellige Zugänge und Beteiligungsmöglichkeiten? Welche Online-Anwendungen
gibt es und welche sind für die mobile Medienarbeit im Stadtteil geeignet? Diese Fragen werden mit
VERENA KETTER, Professorin an der Hochschule Esslingen, in Form von Impulsen, Kleingruppenarbeit
und einer explorativen Anwendungsphase bearbeitet.
WS 4: Beteiligungsverfahren über e-partizipation
Um neue, insbesondere jüngere Zielgruppen zu erschließen, bietet es sich an, ein digitales Beteiligungsverfahren
durchzuführen beziehungsweise das analoge Beteiligungsverfahren
zu ergänzen. MANUELA
BERNECKER und WENDELIN
REICHL, Amt für Kultur und Freizeit, Nürnberg, stellen gemeinsam mit
KENO FRANKE von der Berliner Agentur zebralog Erfahrungen und Ergebnisse der e-partizipation vor.
12:30 Mittagessen
13:30 Weiterführung der Workshops
14:30 Kaffeepause
14:45 Präsentation der Workshop-Ergebnisse und Ausblick
16:00 Ende der Fachkonferenz


Änderungen vorbehalten

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